In Rackwitz (Nordsachsen) herrscht seit Ende August Aufruhr. Denn: in dem nicht mehr als 5000 EinwohnerInnen zählenden Ort soll eine Unterkunft für Asylsuchende entstehen. Auf einer Gemeinderatssitzung am 29.8. erschienen so viele BürgerInnen wie noch nie zuvor bei einer Sitzung der gewählten Vertretung. Mobartige Wortausbrüche und rassistische Bemerkungen bestimmten die Szenerie. Eine eigens gegründete BürgerInneninitiative überreichte 1.200 Unterschriften gegen das Vorhaben.
Knapp 2 Wochen später ist ein weiteres Feindbild hinzugekommen: AntifaschistInnen und AntirassistInnen aus Leipzig, die gegen Rassismus und die NPD, die am 14.9. eine Kundgebung im Ort angemeldet hatte, intervenieren wollen.
Im Interview werden die Hintergründe der aktuellen xenophoben Erhebung in Rackwitz beleuchtet. Sind die sich mehrenden Ereignisse bundesweit vergleichbar mit der Pogromstimmung von Anfang der 1990er Jahre und was bringt eigentlich eine Antifademo gegen den deutschen, in dem Fall sächsischen Provinz-, Normalzustand?

>>> Interview zum anhören (Radio blau, 13.9.2013)