Ein weiteres Mal zeigt die Leipziger Volkszeitung, Ausgabe Delitzsch-Eilenburg, in ihrer Berichterstattung über die antirassistische Demonstration in Rackwitz am 14.9. null journalistische Distanz.

Chefredakteur Frank Pfütze schreibt nicht nur von Menschen, die „über das Dorf herfielen“, bevor er das Verhalten der BewohnerInnen in Rackwitz lobt, die der Meinungskundgabe gegen Rassismus fern geblieben waren. Menschen, die etwas gegen xenophobe oder rassistische Stimmungsmache haben, beschimpft der Schreiberling ein weiteres Mal aufs Übelste.
Dabei schreibt Pfütze selbst die Homogenität daher, die es tatsächlich in Rackwitz nicht gibt. Das konnten wir am Samstag vor Ort selbst erleben. Den Ausnahmen gilt nochmals unser Dank. Denn es gehört einiges dazu gegen den Shitstorm, der vor allem durch die BürgerInnenintiative gegen die Asylunterkunft und der LVZ betrieben wird, anzugehen.

Im Netz ist zudem eine Chronik der Ereignisse (hier klicken) seit dem Bekanntwerden des Planes Asylsuchende in der Gemeinde unterzubringen, aufgetaucht. Eine gute Plattform um sich eine eigene Meinung zu bilden.

Und: wir bleiben dran und werden aus der solidarischen Kritik, die am Auftreten der Demonstration geübt wurde, lernen und daraus Konsequenzen für unser weiteres Vorgehen ziehen.

r1PS: Diese Aufkleber, die die Straßen in Rackwitz massenweise säumten, sind der beste Ausdruck des Rassismus der gesellschaftlichen „Mitte“. Doch darüber kann sich Herr Frank Pfütze scheinbar gar nicht echauffieren.