Dass die Wahrnehmung der Vorgänge in Rackwitz, wo der Plan zu Eröffnung einer Unterkunft für Asylsuchende für Aufruhr sorgt(e), durchaus verschieden ist, zeigen drei Wortmeldungen, die wir an dieser Stelle dokumentieren. 

>>> Die Leipziger Internetzeitung vergleicht in einem treffenden Kommentar die Proteste gegen die Unterbringung von Asylsuchenden in Leipzig-Wahren, Dresden-Klotzsche und Rackwitz. Immer wieder werden von den zu Höchstformen auflaufenden KritikerInnen dieselben Argumente gegen solche Unterkünfte angebracht. Gern ernennen sich diese dann zu VorkämpferInnen der dezentralen Unterbringung (d.h. den Asylsuchenden die Möglichkeit einzuräumen in eigenen Wohnungen zu leben). Dass diese Unterbringungsform von der CDU-Bundes- und Landesregierung nur in Ausnahmefällen und auf Antrag erlaubt wird, ist den BürgerInneninitiativen noch nie zu Ohren gekommen, geschweige denn hat es sie noch nie interessiert, dass Asylsuchende ausgegrenzt und an den Rand dieser Gesellschaft abgeschoben werden. Doch wenn es um den eigenen Vorgarten geht, dann ist das Geschrei groß. Zum Kommentar „Der leichte Weg: Keine Asylbewerberunterkunft in Wahren, Rackwitz, Klotzsche“, L-iz, 16.9.13 hier klicken

>>> Auf die Gesetzgebung, die ein menschenwürdiges Leben Asylsuchender verhindert, weißt auch Jule Nagel in einem Interview in der Jungen Welt am 17.9.13 hin. Außerdem reflektiert sie das Auftreten der antirassistischen Demonstration in Rackwitz (selbst-)kritisch und stellt in Aussicht bezüglich der Veränderung des Klimas in der nordsächsischen Gemeinde dran zu bleiben. Zum Interview „Vielleicht sind wir zu kraß aufgetreten. Demo- Initiatoren wollen Solidarität mit Flüchtlingen stärken.“ hier klicken

>>> Der Initiativkreis Menschenwürdig meldet sich außerdem zu Wort und resümiert „Wir  werden erst Ruhe geben, wenn asylsuchenden Menschen das zukommt, was ihnen zusteht: Ein selbstbestimmtes Leben, wie und wo sie wollen!“ hier klicken