Auf der offiziellen Website der Gemeinde Rackwitz werden die Stimmungsmache der BürgerInneninitiative gegen die geplante Unterkunft für Asylsuchende und der Lokalzeitung LVZ weitergetrieben. Scheinbar war der Besuch von AntirassistInnen in der Gemeinde sehr prägend für den Ort. 

So äußert sich Bürgermeister Freigang ganz im Sinne der in Sachsen gängigen Spezifik des Extremismus-Ansatzes und denunziert linke, antirassistische Politik. Immerhin erkennt er, dass die NPD ihren für den 14.9.13 geplanten Infostand „aus taktischen Gründen“ abgesagt hat. Mehr Worte verliert er nicht über die menschenfeindliche, rassistische Propaganda der NPD, die nach eigenen Angaben in den Tagen vor dem 14.9. zweimal Briefkästen in Rackwitz bestückt hat.
Denn: das Problem steht links!  Damit stellt sich Bürgermeister Freigang an die Spitze derer, die in Rackwitz am lautesten schrien, als es um die Absage an eine antirassistische Demonstration ging. Wahrscheinlich will er die Wogen wieder glätten, die er durch die Nicht-Information der EinwohnerInnen der Gemeinde über die geplante Unterbringung von Asylsuchenden, entfacht hat.
Und das funktioniert ganz einfach: die Kritik an xenophoben Wortmeldungen, mobartigem Aufbegehren, rassistischen Flugblättern und einer Unterschriftensammlung gegen die Asylunterkunft wird unter den Teppich gekehrt und ein externer Feind gesucht, der in AntirassistInnen und deren vermeintlicher Anführerin und angeblichem „Krawall“ leicht gefunden ist.

Ob Freigangs abschließende Wegweisung „im Dialog mit der Landkreisverwaltung zur Lösung des Problems der Unterbringung von Asylbewerbern beizutragen“ Warnung oder Entwarnung bedeuten soll, bleibt abzuwarten.

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